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DIVINE FLOWER

Dedication – Mut zur Hingabe

In uns allen wohnt die tiefe Sehnsucht, uns ganz und gar vertrauensvoll fallenlassen zu dürfen, loszulassen und uns in diesem Vertrauen verbunden und geborgen zu fühlen. Und gleichzeitig ist es genau diese Vorstellung, die oft große Ängste in uns auslöst, weil wir in schwierigen Zeiten wie diesen, einen Kontrollverlust unter allen Umständen vermeiden wollen.

In uns allen wohnt die tiefe Sehnsucht, uns ganz und gar vertrauensvoll fallenlassen zu dürfen, loszulassen und uns in diesem Vertrauen verbunden und geborgen zu fühlen. Und gleichzeitig ist es genau diese Vorstellung, die oft große Ängste in uns auslöst, weil wir in schwierigen Zeiten wie diesen, einen Kontrollverlust unter allen Umständen vermeiden wollen. Aber muss Hingabe zwingend mit Kontrollverlust einhergehen? Ist da nicht ein kleiner aber feiner Unterschied zwischen Hingabe und (Selbst-) Aufgabe? Und sind damit die Ängste, die uns davon abhalten, uns einem Menschen, einer Idee oder einer Sache hinzugeben, nichts weiter als selbstverhindernde Vermeidungsmechanismen, die unser Gefühl des Getrenntseins in uns wachsen lassen?

Wir wollen Dir heute ein paar Gedanken zu diesem wichtigen Thema mit auf Deinen Weg geben und schauen uns hierfür auch an, welche Bedeutung Hingabe, Pranidhana, in der Yoga-Philosophie hat.


Pranidhana – Hingabe in der Yoga-Philosophie

‘Praṇidhana’ bedeutet in Sanskrit, der Sprache des Yoga, unter anderem Selbsthingabe. Es gehört zu den fünf ‘Niyamas’, die, wie auch Asanas (körperliche Yoga-Übungen), Teil des achtstufigen Yoga-Pfades sind, dessen Ziel die Erleuchtung ist. Niyamas behandeln den Umgang mit Dir selbst und die spirituelle Haltung, die hierbei angestrebt wird.

Pranidhana, also Hingabe, bedeutet in der Yoga-Philosophie, das Leben und seine Herausforderungen bedingungslos anzunehmen und sich einer höheren Führung anzuvertrauen, ohne jedoch die Verantwortung abzugeben. Es spielt hierbei keine Rolle, ob Du dieses höhere Prinzip Gott, Leben, kosmische Ordnung, Natur nennst. Wenn Du es schaffst, dem Sosein des Lebens, wie es gerade ist, ohne innere Ablehnung, Widerstände oder Bewertungen zu begegnen, wirst Du merken, wie Du Dich wieder mit Deinem Urvertrauen und Deiner höheren Führung verbindest und Du Dich in Dir verankerst. Dass Ereignisse schlimm, bedrohlich oder tragisch sind, ist zunächst ein wertender Gedanke, der in Deinem Bewusstsein entsteht. An sich sind die Dinge und Ereignisse einfach das was sie sind. Es geht im Leben nicht darum, dass Du nur schöne Dinge erlebst, sondern es geht vielmehr darum, nicht ständig mit Allem zu hadern, nur weil Du es in diesem Moment nicht verstehen oder ändern kannst. Wahr Hingabe hat also auch ganz viel mit Mut, Akzeptanz und Gelassenheit zu tun. Sicher weißt Du auch, dass im Rückblick viele Dinge Sinn ergeben, weil Sie Dich wieder an Punkte gebracht haben, die Du vorher nicht ahnen konntest.


Hingabe und Eigenverantwortung

Wenn Du versucht, Dich mit Deinem Urvertrauen zu verbinden und zu akzeptieren, dass alles in irgendeiner Weise einen Sinn hat, auch wenn Du es nicht immer sofort erkennen kannst, wird sich Gelassenheit und innerer Frieden in Dir ausbreiten.

Die entstandene Klarheit und Besonnenheit lässt Dich erkennen und reflektieren, ob und wie Du Situationen beeinflussen kannst – und auch, ob Du gerade dabei bist, Deine Selbstverantwortung abzugeben, aus einem kindlichen Impuls heraus, jemand anderes möge diese Verantwortung für Dich tragen. Aber genau hier verläuft die Grenze zwischen wahrer Hingabe, die mutig, erwachsen und eigenverantwortlich ist, und (Selbst-) Aufgabe und Abhängigkeit, die versucht, Menschen und Umstände für das eigene Glück oder Unglück verantwortlich zu machen. Du entscheidest selbst, welchen Energien Du Dich hingibst und ob Du Deinen Fokus auf die kleinen magischen Momente des Lebens richtest. Durch Gelassenheit, Vertrauen auf ein höheres Prinzip (und seien es die Kräfte der Natur und des Lebens) und Hingabe befreist Du Dich von Deinen Ängsten und inneren Widerständen. Natürlich ist das kein leichter Weg, denn Mut zur Hingabe will gelernt sein. Deine Yoga- und Meditationspraxis – und auch die Auseinandersetzung mit der Yoga-Philosophie und buddhistischer Psychologie sind hilfreiche Instrumente, die Dich Dein Handeln nach Außen und Innen besser verstehen lassen und Dir helfen, in Deinem Leben zu mehr Gelassenheit, Mut und Liebe zu finden. Hingabe ist die Leidenschaft, die uns bedingungslos mit dem Leben verbindet und uns wissen lässt, dass wir bei Zeiten keine Angst vor dem Loslassen haben müssen, weil wir vom Strom des Lebens getragen werden.

Wir von Divine Flower glauben daran, dass, wenn wir mutig, bei allem, was wir tun, unsere ganze Aufmerksamkeit, unseren Geist und unser Herz einbringen und auf das Positive im Leben ausrichten – und wenn wir alles bereitwillig loslassen, was sich nicht (mehr) richtig anfühlt, eine selbstgeschaffene Illusion ist oder uns Energie raubt, wir dem Leben und seinen Herausforderungen erwachsen, gelassen und mit Hingabe begegnen können, ohne uns zu verlieren. Hingabe bedeutet im Yoga, mutig auf das innere Selbst zu vertrauen. Und das innere Selbst ist immer in freier und lebendiger Beziehung zum Leben und seiner höheren Führung. Hierin liegt wahre Geborgenheit, Schönheit und Magie, die frei und unabhängig macht – wer sich hingibt, hat keine Angst!

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