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DIVINE FLOWER

Die japanische Teezeremonie. Der Weg zu Deiner inneren Einkehr

Die Teezeremonie hat in verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Bedeutungen und Ursprünge. In Japan versteht man darunter vor Allem das gemeinsame Tee- Trinken mit Gästen, die zum Einen auf diese Art und Weise freundlich willkommen geheißen werden sollen und zum Anderen an der Spiritualität und der Tradition der Teezeremonie teilhaben sollen. Für dieses Ritual gibt es in Japan ganz verschiedene Bezeichnungen, wie zum Beispiel Sado oder Chado (Weg des Tees) oder auch Cha-no-yu (Teezeremonie).

Nicht nur die Bezeichnung variiert, sondern auch die Art der Zeremonie unterscheidet sich, je nachdem welche Schule dem Ritual zugrunde liegt, zu welcher Jahres- und Uhrzeit, sowie zu welchem Grund die Beschreitung des Teewegs stattfindet. 

Der japanische Teeweg 

Bevor wir uns nun gemeinsam auf die Reise der japanischen Teezermonie begeben, die Du anschließend gerne selber ausprobieren kannst, ist es wichtig, dass Du Dir darüber bewusst wirst, dass jedem Teeweg eine Gemeinsamkeit zu Grunde liegt. Die Erfüllung der vier Prinzipien des Teewegs: Harmonie, Hochachtung und Respekt, Reinheit, Stille

Mache Dir diese vier Grundsätze bewusst, bevor Du Deine Zeremonie beginnst. 

Lege alles bei Seite was Dich bei der Zubereitung Deines Tees stören oder ablenken könnte und genieße den Zauber dieses kleinen Momentes. 

1. Zunächst spazieren die Gäste auf dem sogenannten Roji (Gartenpfad) durch den Garten. Hier soll bereits der Alltag zurückgelassen werden. Man bereitet sich auf die Teezeremonie vor. Nun wirst Du wahrscheinlich keinen Roji vor der Haustür haben. Du kannst diesen Gang jedoch auch in Deinem Garten oder in einem Park in Deiner Nähe vollziehen. Wichtig dabei ist, dass Du Dich nicht zu sehr von äußeren Einflüssen ablenken lässt. Lasse Dein Handy am besten zu Hause und versuche mit jedem Schritt auch einen Schritt mehr in Dich hinein zu gehen.

2. Anschließend waschen sich die Gäste die Hände und spülen sich den Mund aus. Dieser Akt findet meist an einem steinernen Waschbecken beim Eingang des Teehauses statt. Hier geht es sowohl um die äußerliche als auch innerliche (Herz und Geist vom Bösen befreien) Reinigung. Bevor das Teehaus betreten werden darf, müssen noch die Schuhe ausgezogen werden. Auch Du kannst Dich, zurück von Deinem Spaziergang reinigen und Deine Füße Kontakt zum Boden aufnehmen lassen, um Dich zu erden. 

3. Nach fünfmaligem Erklingen des Gongs, dürfen die Gäste durch den Kriechgang (demonstriert Gleichheit und Demut) den Teeraum betreten. Da Teezeremonien oft mehrere Stunden dauern, werden den Gästen leichte Speisen (Kaiseki) im Teeraum serviert. In diesem Fall müssen die Gäste den Raum nochmal verlassen, bevor der Gong erklingt. Vielleicht hast auch Du eine Klangschale oder etwas Ähnliches zu Hause mit welcher Du Deine persönliche Teezeremonie einleiten kannst. 

4. Im Teeraum sitzen die Gäste im sogenannten Seiza, dem japanischen Fersensitz. Oder aber man wählt den klassischen Schneidersitz. Nimm auch Du Deine Tasse, und bestimmte Utensilien, wie Bambuslöffel, eine Teeschale und -besen gesäubert und das Wasser erhitzt. (insofern Du diese besitzt) mit in den Raum, in dem Du Deine Teezeremonie stattfinden lassen möchtest. 

5. Nachdem der Tee (meistens Matcha) zubereitet wurde, wird dieser dem ersten Teilnehmer (Hauptgast) gereicht. Dieser nimmt die Teeschale mit einer Verbeugung an. Solltest Du die Teezeremonie für Dich alleine vollziehen, so vorbeuge auch Du Dich vor Dir selbst bevor Du den ersten Schluck nimmst und bedanke Dich somit bei Dir für die Zeit, die Du Dir und Deiner Seele gerade schenkst. 

6. Vor dem Genuss des Tees muss jeder Gast die Schale zweimal im Uhrzeigersinn drehen. Anschließend wird dreimal ein Schluck Tee getrunken, wobei dabei ein Schlürfgeräusch zu vernehmen ist. Genieße nun Deinen Tee und ja, Du hast richtig gehört, dabei darfst und solltest Du sogar laut schlürfen.

7. Bevor die Schale an den nächsten Gast weitergegeben wird, wischt man den Rand ab. Währenddessen dürfen die Teilnehmer der Teezeremonie sich unterhalten. Jedoch nicht über Themen, die den Alltag betreffen. Statt Dich zu unterhalten, überlege doch zwischen Deinen einzelnen Schlucken, was Dich am heutigen Tag glücklich gemacht hat, wofür Du dankbar bist oder was ganz einfach Deine Seele erstrahlen lässt. 

8. Beendet wird das Ritual nach dem letzten Gast mit der Reinigung der Teeschale und der Verbeugung des Teemeisters. Nimm auch Du Dir nun ganz bewusst Zeit für die Reinigung Deiner Teeschale und verbeuge Dich erneut vor Dir selbst. Wie schön, dass Du Dir ganz bewusst Zeit für Dich und dieses Ritual genommen hast. Spürst Du die innere Ruhe, die es hinterlässt? …

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