Wir alle kennen diese Momente: Jemand begegnet uns mit schlechter Laune, ist unfreundlich oder sogar gereizt. Vielleicht ist es der Kollege, der ohne Grund schroff antwortet, der Partner, der sich distanziert verhält, oder eine fremde Person, die uns im Straßenverkehr anpöbelt. Unsere erste Reaktion? Oft Ärger, Verletzung oder das Bedürfnis, uns zu verteidigen. Doch was, wenn wir uns stattdessen bewusst entscheiden, anders zu reagieren?
Mitgefühl statt Ablehnung – eine bewusste Wahl
Wenn uns jemand mit Negativität begegnet, liegt es an uns, wie wir darauf reagieren. Anstatt automatisch mit Gegenwehr oder Rückzug zu reagieren, können wir einen Moment innehalten und uns fragen: Was geht gerade in diesem Menschen vor? Vielleicht hat er Sorgen, Stress oder persönliche Kämpfe, die wir nicht sehen können.
Indem wir uns sagen: „Dieser Mensch erlebt gerade eine schwere Zeit, es hat nichts mit mir zu tun“, lösen wir uns aus der Negativspirale. Wir bleiben in unserer Mitte, lassen uns nicht mitreißen und begegnen dem anderen mit Empathie.
Was bewirkt das beim anderen?
Wenn wir gelassen und mitfühlend bleiben, senden wir eine andere Energie aus. Unser Gegenüber spürt – bewusst oder unbewusst –, dass wir ihn nicht als Feind sehen. Oft reicht das schon, um die angespannte Atmosphäre zu entschärfen. Vielleicht öffnet sich der andere, vielleicht entspannt er sich ein wenig oder reflektiert sein Verhalten.
Natürlich gelingt das nicht immer perfekt. Doch jedes Mal, wenn wir Mitgefühl anstelle von Ablehnung wählen, tragen wir dazu bei, mehr Verständnis in die Welt zu bringen. Und letztlich heilen wir damit nicht nur andere, sondern auch uns selbst.